Bankenverband Rheinland-Pfalz wählt neuen stellvertretenden Vorsitzenden

31. Mai 2016 – Der Bankenverband Rheinland-Pfalz hat einen neuen stellvertreten- den Vorsitzenden: Kai Giesel, Regionalleiter Firmenkundengeschäft, Deutsche Bank AG wurde bei der Mitgliederversammlung am 31. Mai 2016 im Druckzentrum Rhein Main GmbH & Co. KG in Rüsselsheim gewählt. Seine Vorgängerin, Monika Garske, ebenfalls von der Deutschen Bank AG, übernimmt eine andere Aufgabe innerhalb des Konzerns und wurde mit Applaus und Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit verab- schiedet.

Bei dem anschließenden öffentlichen Teil der Veranstaltung begrüßt Hans Georg Schnücker, Sprecher der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Rhein Main, die Teilnehmer und sprach zu dem Thema „Quo vadis Medienhaus“. Hier war es für die Anwesenden von großem Interesse zu erfahren, wie sich Zeitungsverlage auf die digitale Herausforderung vorbereiten und was sie inzwischen schon erreicht haben. Die Verlagsgruppe Rhein Main bietet ihren Abonnenten seit einigen Jahren einen Online-Lese-Dienst an, verschickt Kurzmitteilungen über Apps oder Soziale Netz- werke und rechnet damit, dass im Laufe der nächsten 10 bis 15 Jahre die Print- Medien komplett auf die Internet-Plattform umgestellt werden.

Schnücker führte aus, dass der Journalismus mit einer soliden Recherche und ver- antwortungsvollen Kommentierung, auch in der digitalen Welt unverzichtbar sei, da sehe er sehr optimistisch in die Zukunft aber eben nicht mehr gedruckt, sondern digi- tal. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung seien die rückläufigen Werbeein- nahmen, die eine gedruckte Zeitung erst rentabel machten. Werbung in den Print- Medien geltet vielen Anbietern inzwischen nicht mehr als zeitgemäß. Ganz anders im Internet, hier bestünde die Möglichkeit, Kunden gezielt auf das sie interessierende Produkt über Werbebanner hinzuweisen. Das seit preiswerter und effizienter für die Werbenden. Darauf müssen sich die Zeitungsverlage einstellen.

Im Anschluss an diesen Blick in die Digitalisierung der Verlagswelt ging Andreas Krautscheid, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands deutscher Banken, Berlin, der Frage nach: „Quo vadis Bankenbranche?“ Das „Triple Trouble“ seien die aktuellen Herausforderungen der Banken: Niedrigzins, Regulierung und Digitalisierung. Vor allen Dingen die Digitalisierung stelle die Banken vor die Kernfra- ge: „Banking is neccessary – banks are not“? Hier war die eindeutige Antwort des Bundesverbandes aus Berlin, Banken seien auch in Zukunft unverzichtbar. Aller- dings würde auch für Banken die Kooperation mit FinTechs, Synergien schaffen, indem langfristige vertrauensvolle Kundenbeziehungen von der Banken-Seite mit Innovation und Schnelligkeit seitens der FinTechs verbunden würden. Die Stärke der privaten Banken sei das breite Produktangebot für alle Kundengruppen.

Nach diesen beiden hoch aktuellen Vorträgen lud Hans Georg Schnücker die Teil- nehmer zu einem Rundgang durch die Druckerei ein, um zu sehen, wie die Zeitung von morgen, in diesem Fall tatsächlich vom nächsten Tag, gedruckt wird.