Mitgliederversammlung im Haus von Werner & Mertz GmbH, Mainz

24. Mai 2011 - Bei seiner jährlichen Mitgliederversammlung war der Bankenverband Rheinland-Pfalz Gast bei Werner & Mertz GmbH (besser bekannt als ERDAL) in Mainz. Die neue Firmenzentrale des Familienunternehmens ist das erste Verwaltungsgebäude in Deutschland, für das Windkrafträder gemeinsam mit einer Photovoltaikanlage und kombinierte Geothermienutzung mehr als den kompletten Energiebedarf für Heizung und Kühlung erzeugen. Es wurde schon vor der offiziellen Eröffnung 2010 mit dem renommierten Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet.

Bereits 2009 hatte das Unternehmen den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für vorbildliche Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens erhalten. Davon konnten sich die rund 50 Führungskräfte der privaten Bankinstitute in Rheinland-Pfalz und Gäste aus Politik und Wirtschaft, die der Vorsitzende Heinz Höning begrüßen konnte, bei einem Rundgang überzeugen. Geschäftsführer Johann Zwicklhuber erläuterte eindrucksvoll die 125-jährige Geschichte des von Reinhard Schneider als geschäftsführendem Gesellschafter geführten Familienunternehmens. Der Verband setzte damit erneut ein Zeichen für die Nähe und Verbundenheit zur rheinland-pfälzischen Wirtschaft.

Gemeinsam mit Ingolf Jungmann, Geschäftsführer und Vizepräsident der Frankfurt School of Finance & Management zeichnete Heinz Höning die besten Absolventen des Jahres 2010 mit einem Buchpräsent aus: Diplomierte Bankbetriebswirtin Iris Heidinger, Volksbank Trier und Bankfachwirt Johannes Helfen, UniCredit Bank AG, Trier.

v.l.n.r. Heinz Höning, Johannes Helfen, Iris Heidinger, Ingolf Jungmann
v.l.n.r. Heinz Höning, Johannes Helfen, Iris Heidinger, Ingolf Jungmann

Ingolf Jungmann sprach auch über den "Qualitäts- und Qualifizierungsnotstand in der Finanzwirtschaft". Seit Jahren ist die Zahl der neu eingestellten Auszubildenden zum Bankkaufmann rückläufig. Auch bei der Beliebtheit des Berufsbildes ist ein negativer Trend zu erkennen. Der demografische Wandel, mangelndes Leistungsvermögen, unzureichende schulische Qualifikationen und Konkurrenz durch artverwandte Berufsbilder sind die häufigsten Gründe dafür.

Dr. Kerstin Altendorf, Pressesprecherin des Bundesverbands deutscher Banken in Berlin sprach über die Kommunikation im Verband mit dem Schwerpunktthema "Verbraucherschutz". Seit der Finanzmarktkrise 2008 ist das öffentliche Interesse an der Arbeit der Banken gemessen an der Zahl der Berichterstattungen sprunghaft gestiegen. Meist gefragte Themen sind Regulierung, Staatsschuldenkrise und Verbraucherschutz. Der Bundesverband will künftig insbesondere die Online-Kommunikation beispielsweise über soziale Netzwerke, verstärken, um auch auf diesem Weg den Verbraucher als Zielgruppe für die Imageverbesserung zu erreichen.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das Interview mit Nia Künzer zum Thema "Höchstleistung durch Führung und Motivation – im Sport und im Beruf". Das Gespräch führte Tobias Goldbrunner, Sportredakteur der Verlagsgruppe Rhein Main. Nia Künzer war 2003 durch ihr "golden goal" maßgeblich am Gewinn der Weltmeisterschaft beteiligt. Nach zahlreichen Verletzungen ist sie aus dem aktiven Bereich ausgestiegen und ist u.a. ARD Fußball-Expertin. Sie zeigte Parallelen zwischen den Bereichen Sport und Beruf auf und machte deutlich, dass es für Frauen in Führungspositionen in beiden Bereichen wichtig ist, teamfähig zu sein, sich selbst Ziele zu setzen und selbstbewusster aufzutreten. Nach einem Bericht über den aktuellen Stand der Vorbereitungen zur Frauen-Fußball-WM 2012 stand die überaus sympathische Sportlerin für Autogrammwünsche zur Verfügung.